AKTIVITÄTEN
PRIX-ALURECYCLING  "FÜR SAMMLER"

Berner und Zürcher beim Alusammeln an der Spitze


Benis Berner Alu-Blitz sucht Neu-Kunden
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Alu-Blitz taufte Benjamin Ramseier aus Krauchthal BE sein Wägeli, mit dem er auf Streifzügen durch Wald und Wiesen wie auch in Burgdorf und Bern herumliegende Aluverpackungen und Sonstiges einsammelt. Angefangen hat der selbstständig Erwerbende Allrounder mit seinem Hobby, das inzwischen zu einem eigentlichen Sammeldienst herangewachsen ist, vor 1 1/2 Jahren. «Ein zweites Standbein seiner Einzelfirma», wie er sagt. Ramseier holt auch bei Privaten Alu ab. Mit Chauffeur Kurt Sterchi hat er dafür einen idealen Businesspartner gefunden. «Zu zweit arbeiten wir noch effizienter.» Und er wittert Entwicklungspotenzial. Die Alusammlung will er demnächst für Berner Restaurants anbieten. Ob die einsteigen, ist noch offen. Doch den Prix haben Benjamin Ramseier und Kurt Sterchi mit ihrem freiwilligen Engagement mehr als verdient. Im ersten Businessjahr mit dem Alu-Blitz sammelte das Duo rund 200 Kilo Alu. Mit dem Preisgeld von 1000 Franken und den 1 Franken und 30 Rappen Dosengeld wird vor allem Benis Alu-Blitz auf Vordermann gebracht.

Litteringfreie Verkehrsbetriebe Zürich VBZ
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Littering ist bei den meisten öffentlichen Verkehrsbetrieben ein konstantes Ärgernis. Nicht so bei den Zürchern. Die haben die Sache im Griff und gelten schweizweit als eigentliches Vorbild. Guido Eicher, Leiter des VBZ Clean Teams, nennt Zahlen: «Seit 1999 überwachen und säubern wir mit unserem Clean Team von rund 50 Teilzeitmitarbeitenden Trams, Busse und die Forchbahn. Pro Tag ist das eine Abfallmenge von ca. 2500 Kilo, was übers Jahr ca. 40 Müllwagen ausmacht.» Seit Herbst 2008 sammelt das Team im Rahmen eines Pilotprojektes alle Aludosen separat. Mit erstaunlichem Resultat, wie Guido Eicher sagt: «Die Separatsammlung hat ungemein eingeschlagen. Bis heute sind über 900 Kilo Alu zusammengekommen.» Eicher geht von einer Menge von bis zu 1600 Kilo jährlich aus. Nicht umsonst gehört das Team zu den Gewinnern des Prix Alu. Die Teamkasse wird mit den 1 Franken 30 Rappen, die IGORA pro gesammeltes Kilo Alu ausbezahlt, laufend gefüttert.

Grenzenlos für die Umwelt auf Trab
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Die dritte Preisträgerin des Prix-Alurecycling ist die Kongolesin Emi Ipala. An ihrem Arbeitsplatz im Call Center der Swisscom in Dübendorf weibelt sie besorgt für die Wiederverwertung der leer getrunkenen Aludosen ihrer Kolleginnen und Kollegen. Rund 170 Kilo im Jahr sammelt sie in zwei aufgestellten Sammelboxen, die sie eigenhändig entleert und sauber hält und die Dosen zum Altstoffhandel bringt. Doch damit nicht genug: bereits hat sie ein Sammelkonzept für alle Swisscom-Filialen in der Schweiz ausgearbeitet. Nun wartet sie auf das OK aus der Zentrale. Ihre Leidenschaft für eine saubere Umwelt  führte weiter zur Gründung des «Vereins Umwelt ohne Grenzen – Association environnement sans frontières». Eine Wohltätigkeitsorganisation, die mit dem Sammelgeld aus der Schweiz Umweltschutzprojekte in ärmeren Ländern wie Afrika unterstützt. Deshalb hat Emi Ipala neben ihrem Arbeitsort auch Event-Sammelkonzepte entwickelt. Und seit 2007 setzt sie an verschiedenen Events Teams von 3 bis 30 Personen erfolgreich ein: Euro 2008, Streetparade Zürich, Afro Pfingsten Winterthur sind einige Top-Referenzen. Sie klappert Bars und Restaurants ab und investiert alles  in ihren Verein. Pro Jahr bringt sie eine Sammelmenge von über 500 Kilo Aluverpackungen zusammen.


Bereits zum 12. Mal wird der heiss begehrte Prix ausgetragen - findigen Alusammlern längst ein Begriff.
Die Teilnahme ist einfach. Sie schreiben uns in wenigen Worten per E-Mail, wie Sie leere Aluverpackungen – Getränkedosen, Tiernahrungsschalen, Tuben für Senf, Mayonnaise usw. sowie Kaffeekapseln aus Aluminium – sammeln. Auch die ungefähre Menge ist wichtig. Aus den Einsendungen wählt die Wettbewerbsjury die drei Eifrigsten und Kreativsten aus.

Teilnahmeschluss war der 15. Juni 2010

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